Der Moment, in dem du merkst: Es geht nicht mehr
Der Wecker klingelt. Du liegst da, starrst an die Decke – und spürst direkt diesen Druck im Bauch, noch bevor du überhaupt aufgestanden bist. Denn du weißt: Heute ist dein voller Tag. Sechs Stunden Unterricht am Stück in der Sek I, ohne Freistunde dazwischen. Schon der Gedanke daran sorgt dafür, dass du nur mühsam aus dem Bett kommst.
Du betrittst das Klassenzimmer – und bist schon beim ersten Schritt wie unter Hochstrom. Denn du weißt, was dich erwartet. 25 Gesichter, 25 Bedürfnisse. Einer ruft, eine träumt, einer provoziert. Du versuchst, alles gleichzeitig im Blick zu behalten. Du moderierst, du reagierst, du ermahnst, du unterstützt.
Nach der ersten Doppelstunde merkst du schon, wie überreizt du bist. Aber es muss weitergehen. Die 10min Pause dazwischen brauchst du, um den Raum zu wechseln und die Technik in Gang zu bringen. Die nächsten Kinder trudeln schon ein, und im Gespräch mit ihnen vergisst du kurz, dass du eigentlich jetzt schon nur noch auf Reserve funktionierst.
Zuhause merkst du, wie alles von dir abfällt. Das Adrenalin sinkt, und plötzlich fühlst du dich einfach nur noch unendlich müde und ausgelaugt. Du legst dich auf das Sofa und fragst dich mal wieder, ob das wirklich normal ist, dass man nach seiner Arbeit eigentlich nur noch liegen möchte. In 20 Minuten musst du dein Kind von der Kita abholen.
Vielleicht gehörst du auch zu diesen Lehrkräften. Vielleicht wünschst du dir auch mehr von dem, weshalb du überhaupt Lehrkraft geworden bist: Eine echte Beziehung zu deinen Schüler:innen. Begleitung anstatt Domptieren.
Aber du weißt nicht so richtig, wo du anfangen sollst.
Wenn ja, habe ich eine gute Nachricht für dich: Es gibt einen Weg, wie du genau da hinkommen kannst. Und wenn du möchtest, gehen wir ihn ein Stück gemeinsam.